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Rabensteiner Bogenjagd 2009

Kann man bei Frosttemperaturen noch Spaß am Bogenschießen haben? Bei Regen im Matsch durch den Wald wandern: Kann das noch schön sein? Die Rabensteiner haben es mal wieder bewiesen: Es ist möglich! Die Rabensteiner Bogenjagd dieses Jahr war ein Erlebnis. Dieser wunderbare Wald ... diesmal - es ist Pilzzeit - gab´s Pilze in allen Formen und Farben und Größen zu bewundern. Gewächse, die man nie vorher gesehen hat, nicht einmal in den Biologiebüchern der Schule ... Gewächse, an die man sich erinnern wird. Mein Favorit: Einer in dunkellila, der steil aufragte und sich auffächerte, wie man es von Pfifferlingen kennt. Sowas schönes!

Aber wir waren ja nicht wegen der Pilze im Wald. Die meisten davon sollen sowieso ungenießbar bzw. giftig gewesen sein, wie uns ein Mikrobiologe erklärte (der auch mitschoß). Der Wald ist zwar ein Erlebnis - aber der Parcours hat es uns noch gesteigert. Das Gelände gibt es hier - die Parcoursbauer haben das Angebot mit sicherer Hand zu immer wieder abwechslungsreichen Herausforderungen genützt. Hier zeigte sich, daß da Leute am Werk waren, die Erfahrung haben: selbst die Recurve/Compound-Pflöcke, die sonst meist nur gedankenlose zehn Meter nach hinten verrückt sind, boten ihre eigenen Perspektiven und Schwierigkeiten. Da war Überlegung drin! Und das merkt man dann auch. Meine Favoriten: zwei Enten in (!) einem Entengrützetümpel. Zwei Raben an einer steilen Felswand. Ein Fuchs unter einem waagrecht gestürzten Baumstamm. Ein Wolf, zu dem sich ein Bach schlängelte, mit zwei Abhängen davor. Etliche Schüsse durch enge Baum-Schußkanäle. Der Bison auf MaxDistanz (vergleichbar der DM), einen sanften Abhang hinunter und auf der anderen Seite wieder rauf (äh, das war jetzt die Recurve-Perspektive). Und wieder dieser Weit-Fernschuß die alte Sprungschanze hinauf! (und ich hab das blöde Viech wieder nicht erwischt; na warte ...)

Aber auch die Organisation insgesamt hat Lob verdient! Es lief nicht nur alles komplett reibungslos, von Anfang bis zum Ende, sondern man fühlte sich auch noch überall willkommen. Eine Gastfreundschaft und Herzlichkeit, wie ich sie nur aus Sachsen kenne. Und wie zügig auch der Abschluß, die Siegerehrung bewältigt wurde! Die, ganz nebenbei, Jochen Plicht einen gloriosen dritten Platz bescherte (Herren Langbogen), Eileen Rogge einen astreinen ersten (Damen Langbogen) und mir auch noch so was wie einen ersten (leider konkurrenzlos - Visierrecurve).
Hier geht´s zur Auswertungsliste (pdf).

Wir kommen wieder!

PS: An alle Zuhausegebliebenen: Es hat nur vormittags geregnet; im Laufe des Tages ... kam schließlich sogar die Sonne raus!

kb, 21. Oktober 2009